Montag, 29. Oktober 2012

Nach dem Lauf ist vor dem Lauf...

Nun ja, es sollte wohl nicht sein. Vor gut zwei Wochen habe ich entschieden, 2012 nicht anzutreten. War ich zuvor noch der guten Hoffnung, den Marathon unabhängig von der Zeit mindestens zu schaffen, stellte sich doch noch die Ernüchterung bzw. Vernunft ein, dass ich nicht ausreichend trainiert habe, um einen Lauf dieser Länge tatsächlich durchzustehen. Bitter irgendwie, aber vielleicht klappt es im nächsten Jahr...

Sonntag, 29. Juli 2012

Berglauf / Halbmarathon gelaufen

Es war zwar geplant, aber nicht wirklich gut vorbereitet. Aber egal, eine Flasche Wasser in der linken Hand, eine Banane in der rechten und das Handy in der Tasche. So machte ich mich auf den Weg zu meinem ersten Halbmarathon. Bedingt durch meinen Wohnort sind Flachlandläufe zwar möglich aber wenig spannend, so dass ich mich für die hügelige Variante entschied. Los ging es auf 174 Meter über NN, ein paar Höhenmeter talwärts auf 157 Meter und dann immer wieder auf und ab (s. Streckenprofil auf der Grafik) bis auf 499 Meter über NN. Nach ca. 14 km war dann endlich "Bergfest". Die herrliche Aussicht konnte ich erschöpfungsbedingt nur eingeschränkt genießen. Für mich ist das Laufen bergauf irgendwie angenehmer, wenn auch anstrengender. Hinab geht es teilweise so krass auf bzw. in die Waden. Nach km 21,24 war dann die Luft raus, die Kraft am Ende, der Drops gelutscht. Alles tat weh. Kein Hochgefühl. Meine Damen haben mich dann abgeholt. Zuhause dann Duschen, Essen, auf die Couch. Wirkliche Entspannung wollte sich nicht einstellen. Alle fünf Minuten musste ich Ächzen, weil: "SCHMERZEN überall". Die Nacht war gruselig, der Magen sehr unruhig... nicht schön. Die Zeit? Theoretisch - würde ich diesen Lauf 2 x Mal in dieser Zeit schaffen, dann wäre ich noch in der Sollzeit und diese ganzen Steigungen muss man ja auch noch erschwerend berücksichtigen. Allerdings bleibt die Frage, könnte ich diesen Lauf zwei Mal laufen? Heute eher nicht. Doch "Alle Theorie ist grau, und nur der Wald und die Erfahrung sind grün...". Es bleibt also spannend...

Berglauf / Halbmarathon / 2012

Donnerstag, 26. Juli 2012

vegan essen in Kiel / Kneipenkollektiv Subrosa / Elisabethstr. 25, Kiel

Bedingt durch einen beruflichen Aufenthalt in Kiel war ich mal wieder auf der Suche nach einem vegetarisch-veganen Restaurant. Man will ja auch auf Reisen gerne mal "komplett" essen und nicht immer nur die Athena-Platte ohne Fleisch und Tsatsiki oder die Carbonara ohne Sahne und Ei. Manche Restaurant-Köche sind da ja durchaus kreativ und freuen sich, dass sie mal etwas außerhalb der normalen Speisekarte kochen dürfen. Dennoch ist zu oft die lange Weile in normalen Restaurants für denjenigen an der Tagesordnung, der nix von Tieren essen möchten.



Mitten im Kieler Stadtteil Gaarden findet man in der Elisabethstraße 25 das Subrosa. Betreiber ist ein bunter Haufen von lustigen und lustvollen Gleichgesinnten, das Kneipenkollektiv, das kocht, bedient und authentisch freundlich die Gäste versorgt. Ich für meinen Teil verlasse Restaurants im Normalfall zumeist gerne schnell und direkt nach dem Essen, weil mir die Athmo zu nervig, zu oberflächlich, zu unfreundlich, zu was auch immer ist. Ganz im Gegenteil dazu das Subrosa. Hätte ich nicht noch arbeiten müssen, ich wäre Stunden geblieben. Das Ambiente ist mit einem Hauch Anarcho-Trash und einer ordentlichen Prise D.I.Y.-Kultur genau der Balsam für die Seelen derer, die ihr Brot außerhalb gleichsam alternativer Konzepte verdienen und sich gelegentlich die Frage stellen, wen diese unterschiedlichen Lebens- und Versorgungskonzepte letztlich warum und wo hinführen.



Die Speise- und Getränke- bzw. Cafékarte ist umfangreich und abwechslungsreich, die Preise von freundlich bis elegant angemessen und fast alles gibt es auch in einer veganen Variante. Angefangen bei Kleinigkeiten wie extrem leckere, fluffige und selbstgebackene Apfel-Zimt-Muffins für einen Euro, über Suppen für 3 bis 4 Euro und Pizza um 5 Euro, liegt das aktuell teuerste Essen bei 7,70 Euro. Dafür gibt es dann Reis-Mandel-Champignons oder Empanadas aus dem Ofen. Wer dann noch nicht satt ist (die Portionen sind durchaus amtlich), die für den Norden obligatorische Rote Grütze (2,90 bis 3,90 Euro) steht genauso auf der Speisekarte wie wechselnde süße Leckereien aus dem eigenen kollektiven Backofen. Für die Trinker unter uns gibt es das volle Kneipenprogramm mit oder ohne Umdrehungen, ein Glas Mineralwasser für 0,80 Euro, Bio-Weine (Glas 3,20 bis 4,50 Euro, Flasche bis 13,00 Euro) genauso wie Farb- und Konservierungsstoffe mit Zucker und Kohlensäure (Cola 2,20 Euro) und Bier vom Fass (Astra, 0,5 L für 3,00 Euro) und aus der Flasche (Jever, 2,30 EUR) - gelebte Toleranz am Kneipentresen.



Für uns (also der Kollege Mr. Schwarz und ich) gab es nach dem ersten Apfel-Zimt-Muffin (s. o.) reichlich Pommes-Curry für 6,00 EUR. Die Pommes oberer Imbiss-Standard, gut gewürzt, knusprig und frisch, die Currywurst aus Soja, soft im Biss mit hausgemachtem Ketchup, nahezu delikat, nicht aufdringlich, aber gerade das notwendige Bisschen würzig genug, um mehr das Kaugefühl als den Geschmack der Wurst in den Vordergrund zu stellen. Delikat! Dazu dann noch ein kleine Salatbeilage mit Dressing und ein Töpfchen vegane Majo - also mehr als die Vollbedienung! Haben diese Derivate, bei dem Versuch dem Original nahe zu kommen, doch oft einen seltsamen und nicht immer wirklich leckeren Nach- oder Eigengeschmack, trifft die Köchin im Subrosa mit ihren Kreationen einen ganz eigenen, originellen und hochgradig leckeren Farbton auf der Palette der Geschmacksrichtungen, der mir in dieser Form und Qualität bisher nicht untergekommen ist. Kompliment! Eine Spezialität im Subrosa sind die Wahren Pommes. Hausgemachte Kartoffelschnitze, frittiert, gesalzen und kochend heiß mit Aioli und Salat auch für 6 Euro serviert. Aus meiner Sicht preislich auf Grund der damit verbundenen (Mehr-)Arbeit sicherlich noch angemessen, aber irgendwie doch 'nen Euro zu teuer. Lecker allemal, obwohl wir bereits schon zu satt waren, die wahre Liebe zum Produkt, die in den Fritten im Überfluss steckt, mit der angemessenen Andacht herauszuschmecken bzw. zu würdigen. Trotzdem noch'n Muffin hinterher und Vanilla Chai Soja Latte zum Abschluss - hervorragende cremige Konsistenz im Schaum, verhaltene Süße im Chai, um das Aroma zu unterstützen und nicht zu überdecken.
Mehr als satt konnten wir im Subrosa entspannt dem munteren Treiben junger Eltern, freilaufender Hunde, Kicker-spielender Alt-Hippies, vegetarischer Senioren und der kollektiven Betreiber folgen und den Tag so richtig gut sein lassen. Währenddessen zündet die Küche ein kulinarisches Highlight nach dem anderen und schiebt liebe- und kunstvoll arrangierte Teller durch die Ausgabe, so dass mir klar war, dass ich die Pommes-Fraktion besser hätte verlassen sollen und meine Begeisterung für das Subrosa immer größer wurde. Da gehe ich - wann auch immer - bestimmt wieder hin und ihr solltet das unbedingt auch tun … ein Hoch auf das Kneipenkollektiv Subrosa in Kiel-Gaarden!

Vegan-Bullshit-Bingo

Inspiriert durch http://seanbonner.tumblr.com/post/252364222/defensive-omnivore-bingo und einige andere Blogs hier mein Beispiel für das "Du-bist-Veganer?-Bingo":


Nebenbei möchte ich noch erwähnen, dass mir diese ganze Veganer-Sache allein schon deshalb auf den Keks geht, weil es Menschen gibt, die den Begriff des Veganers so oder ganz anders interpretieren. Ich will sagen, ich bezeichne mich nicht als Veganer, per klassischer Definition als Vegetarier oder höchstens noch als strenger Vegetarier. Das Problem dabei ist, dass Dritte unter dem Vegetarier eben diejenigen verstehen, die kein Fleisch, aber sehr wohl Eier, Butter, Sahne, Milch, vllt. sogar Fisch essen. Das sind dann aber auch meistens die, die den Veganer für einen militanten, ideologisch getriebenen Vollidioten halten. So habe ich anfangs stets betont, dass ich kein Veganer bin, sondern lediglich nichts von Tieren esse. Mittlerweile spiele ich das Spiel mit und in Gedanken dazu gerne das o. g. Vegan Bullshit Bingo ;-)

Weg und doch da...

In den letzten Monaten ist viel passiert. Allerdings nicht so viel, wie ich es mir gewünscht bzw. auch geplant hatte. Ich freue mich, dass es Menschen gibt, die diesen Blog lesen und nachfragen, ob es weitergeht. Und ja, es geht weiter. Ich war in den letzten Wochen wieder mal am Berg unterwegs und das tut mir gut, auch wenn es zeitweise höllenschwer ist. Meine Gedanken kreisen während des Laufens zu oft um das Essen und es ist im Grunde egal, ob ich vorher satt bin oder nicht. In der Summe erscheint es mir so, dass das mentale Training mindestens genauso wertvoll ist wie das körperliche. Aktuell würde ich den Marathon sicherlich nicht schaffen, aber am WE steht der erste 25-km-Lauf für mich an.

Bei einem "spaßorientierten" Wettkampf im Juni hatte ich das Erlebnis, dass eine Läuferin während des Laufs kollabierte und alle weiterliefen, obwohl es da um nichts ging (dachte ich zumindest). Der Lohn meiner Hilfe war dann der 800ste Platz von 820 Läufern und es gab nicht mal mehr ein Getränk für mich. Das war der Moment, in dem ich dachte, im Grunde egal wie und in welcher Zeit, Hauptsache den Lauf absolvieren. Auch wenn ich als Letzter ins Ziel komme, bin ich ja immer noch der Erste von denen, die nicht mitgelaufen sind. Also, alles entspannt... auf bald...

Mittwoch, 15. Februar 2012

Gestern endlich mal wieder am Start...

...fast. Nach Krämpfen, Kälte und Schnee in Verbindung mit Unlust und vielen anderen Wichtigkeiten bin ich gestern mal wieder von der Arbeit nach Hause gelaufen. Genaugenommen: gegangen. Schnell, aber gegangen. Momentan ist meine Lauflust nicht sonderlich groß, weil ich die Anzieherei nicht mag und das Wetter nervt mich auch. Dann koche ich lieber. Aktuell jeden Abend im Rahmen eines KoK-Produkttestes. Das macht Spaß!

Sonntag, 5. Februar 2012

Im Frühtau zu Berge...

Donnerstag war ich in Leer (Ostfriesland). Die Google-Suche nach einem veganen Restaurant bringt sogar einen Treffer: Tatort Taraxacum. Klingt vielversprechend. Nachdem der Kollege überredet war, mich zu begleiten, machten wir uns auf den langen und sehr kalten Weg durch die schöne Leerer Innenstadt. Und dann? Pech, die veganen Zeiten waren schneller vorbei, als sie begonnen hatten und Eierlikörkuchen und Thunfischbaguette standen auf der Speisekarte. Dann wieder zurück durch die eisige Kälte bis zum nächsten Italiener. Nudeln mit Tomatensauce gehen immer. Dann heute Morgen um 06:30 Uhr ein kurzer Lauf dem Sonnenaufgang entgegen. Brrrrrrr... das ist so kalt draußen. Das macht mr keinen Spaß. Nee, echt nicht.

Sonntag, 29. Januar 2012

Krämpfe

Heute war der 13,5-km-Lauf geplant. Ich musste bei Kilometer 11 abbrechen, da ich Krämpfe im rechten Bein hatte. Blöd. Ich hatte mich gut aufgewärmt, bin langsam gelaufen und dann sowas. Hmmm...

Mittwoch, 25. Januar 2012

Jetzt geht es wieder los...

...eine Erkältung hat mich erwischt. Da ging bzw. noch besser lief nichts. Jetzt ist es wieder besser, am Wochenende werde ich wieder laufen gehen. Die 13,5 Kilometer waren für den Januar geplant, das sollt klappen. Eine gute Woche nicht laufen und viel Kuchen, gleich wieder zugenommen. Ätzend, aber so ist es leider. Nun werde ich mal auf die Süßigkeiten verzichten...

Montag, 16. Januar 2012

Tofu, Martin und ich

Das Wochenende war lauffrei, aber nach einem Einkauf bei Martin mal wieder sehr Tofu-haltig. Warum man sich nun frei von Tierprodukten ernährt und warum nicht und ob das eine besser oder schlechter ist als das andere, darüber kann ich nicht richten. Was aber alle Esser dieser Welt eint, ist, dass es zwischen zwei Produkten, die der gleichen Produktgruppe angehören, ganz himmelweite Unterschiede geben kann. Angefangen bei der Herstellung bis hin zum eigentlichen Geschmack und auch zum jeweiligen sensorischen Erlebnis. Für mich war das Tofu-Erlebnis einschneidend. Tofu aus dem Supermarkt, Tofu aus dem Bio-Laden, Tofu aus dem Reformhaus, Tofu aus dem Versandhandel. Ich habe alles probiert. Und so fad, wie oft beschrieben, schmeckt Tofu überhaupt nicht - und je nach Zu- und Vorbereitung sogar lecker. Na gut, das ist Geschmackssache. Eines Samstag-Morgen (das ist jetzt mittlerweile fast 15 Monate her) laufe ich über den hiesigen Wochenmarkt und entdecke den Tofu-Martin. Tofu-Martin hat eine Tofurei in Dundesheim und stellt den Tofu selbst her. Martins Tofu ist einfach ein Geschenk für mich, für meine Geschmacksnerven und für den Rest der Welt, der glaubt, Tofu schmecke nicht. Es gibt frischen, milden Tofu, geräucherten Tofu (mit Chili, Koriander, Sprossen, pur), frittierten Tofu (auch genial) und zu Bratlingen verarbeiteten Tofu. Den ganzen anderen konservierten Tofu-Mist kann ich jetzt einfach nur noch in Notfällen essen. Tofu-Martin oder besser Martins Tofu hat mich bekehrt.

Fazit: Es ist also wichtig, auszuprobieren und nicht gleich aufzugeben, weil etwas seltsam schmeckt. Es liegt eben zu oft nicht am Produkt, sondern am Produzenten und den Zutaten. Gleiches gilt auch für Sojamilch, -sahne und -joghurt. Es gibt welche, da dreht sich mir der Magen um, andere schmecken sehr, sehr gut. Also probiert es auch und bewahrt Euch die Freude am schmecken. Das ist Leben. Und wer noch andere Tofu-Frisch-Produzenten und -Verkäufer kennt, immer her mit den Adressen...


Freitag, 13. Januar 2012

Linsengrinsen

Ich mag Linsen besonders gerne. Deshalb esse ich Linsen regelmäßig. Das soll sogar gesund sein. Sehr gut. Was sich für mich komisch anhörte, Linsen mit Spätzle, esse ich heute in etwas abgewandelter Form warm und kalt sehr gerne. Deshalb ein Hoch auf die Linse! Diese Woche bin ich nach der Arbeit zwei Mal nach Hause gegangen. Ansonsten keine neuen Erkenntnisse, außer dass die Linsen alle sind und wir neue kaufen müssen. Wir essen bevorzugt diese Linsen hier, weil Sie schnell und einfach in der Zubreitung sind:



Im nächsten Ox-Kochbuch (Ausgabe V) ist sogar ein Rezept von mir für eine Linsen-Tofu-Bolognese!

Sonntag, 8. Januar 2012

Döner macht schöner

Zumindest die vegane Variante ;-) Wir haben einige Varianten getestet, doch das Wheaty-Produkt gefällt uns am besten, es hat eine angenehm weiche Konsistenz und einen milden Eigengeschmack. Dazu gibt es rohen Rotkohlsalat, Zucchini, Möhren, Tomaten, Zwiebeln, Kräutersauce (Hafersahne, gefr. Kräuter, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Koriander, Kreuzkümmel, Knoblauch), Pommes und frisch gebackenes Vollkornbrot (Fertigmischung). Nach dem 11-km-Lauf vom Freitag und der Erholung am Samstag bin ich heute nur einmal auf den Berg gelaufen und wieder runter. Das macht Spaß!

Samstag, 7. Januar 2012

Heilige Könige

Ich bin nicht so sehr bewandert, was die Sache mit den Königen zu bedeuten hat. Um so befremdlicher waren die zahlreichen verkleideten jungen Menschen auf der Straße, denen ich während meines Laufs am Freitag begegnete. Aber egal, das nur nebenbei. Es bzw. ich lief gut, die Rahmenbedingungen stimmten offensichtlich. Guter Schlaf, ein leichtes Frühstück (Haferflocken mit Apfel) und schlechtes Wetter. Das Wochenziel ist erreicht: ein 11-km-Lauf (11.453 m, 1:13 h) ohne totale Erschöpfung. Schön noch zu erwähnen, die anschließende Wadenmassage von Liebling, die gelbe Laufweste von Manni und Tina macht mich sichtbar und ist gleichzeitig Windschutz und dazu die tolle Laufhose von Liebling, sehr angenehm und wärmend. Top! Und Manni läuft die 20 km auch ohne Probleme. Sonntag geht es weiter. Monatsziel liegt bei 13,5 km.

Dienstag, 3. Januar 2012

Ernährung frei von Tierprodukten? Eigentlich ganz einfach...


So habe ich es gemacht:
  1. Erstelle eine Liste aller Nahrungsmittel &  Gerichte, die Du so richtig gerne isst. Erinnere Dich dabei auch an die Kindheit und Jugend. Was also schmeckt Dir so richtig gut? Denke dabei auch an das Frühstück und Abendbrot und vergiss auch Süßigkeiten und Getränke nicht.
  2. Schau dir die Liste gut an und markiere all das, was frei von Tierprodukten ist. Das ist oft bereits mehr, als man im ersten Moment denkt. Wenn Du unsicher bist, kontrolliere auch die Zutatenliste von Produkten, die verpackt oder konserviert sind. Hier verstecken sich gerne Zutaten tierischen Ursprungs, die man vorab nicht vermutet.
  3. Nimm die restlichen Einträge auf Deiner Liste und überlege, bei welchen Gerichten Du das Tierprodukt einfach weglassen kannst und das Essen dennoch gut schmeckt.
  4. Nimm die restlichen Einträge auf Deiner Liste und überlege, bei welchen Gerichten Du das Tierprodukt durch ein Produkt auf pflanzlicher Basis ersetzen kannst und das Essen dennoch gut schmeckt.
  5. Aus den Ergebnissen erstellst Du Dir einen Speiseplan für eine Woche. 
  6. Lebe, koche und genieße den Speiseplan. Mach Dir Notizen, was lecker war und was nicht so. Optimiere Deinen Speiseplan und ergänze ihn!
  7. Genieße die tierproduktfreie Küche, sei offen und probiere Neues aus!
Bei mir gab es heute wieder Müsli, weil es mir fast jeden Tag sehr gut schmeckt. Dazu noch eine Mandarine, zum Mittagessen dann Klöße (aus gekochten Kartoffeln) mit Rotkohl und Pilzsauce. Zum Abendbrot Nudeln.

Ensveg, Streggie, Releggie?

Seit ich "nix mehr von Tieren" esse, "leide" ich wie so viele andere auch unter einer selektiven Wahrnehmung. Plötzlich liest man an jeder Ecke etwas von Veganern, jeder Mensch kann dazu die eine oder andere Horrorgeschichte erzählen und die zahlreichen Bio-Läden in meiner jeweiligen Umgebung habe ich früher auch nie gesehen. Mich interessieren jetzt auch Beiträge im Fernsehen. So einiges habe ich gesehen und mein Eindruck ist, dass der reale Veganer im TV sehr oft ganz bewusst als spleeniger, weltfremder Vollidiot dargestellt wird, der in der Gesellschaft nicht unbedingt positive Gefühle weckt. Und - schwupps - liegt man mit diesen Leuten in einem Sack. Das ist blöd. Der Begriff Veganer - aus meiner Sicht auch eher nervig - ist tendenziell stark Ideologie-getrieben. Vielleicht zu stark. Zumindest für mich. Meine Kinder essen Lyoner und mein Kollege Sauerbraten, ohne dass mir sponatan ein "Ihr Leichenfresser!" beschimpfed über die Lippen geht. Gibt es einen Begriff für den, der sich vegan ernährt und trotzdem nicht zum verkrampften Missionar mutiert? Strenger Vegetarier? Streng? Nein, das bin ich nicht. Relaxed Veggie = Releggie - oder entspannt strenger Vegetarier = Ensveg oder Streggie. Nun gut, ob die Auftritte von Langhans, Rütting und Co. langfristig etwas Sinnvolles, Positives Bewirken, dass will ich gar nicht bezweifeln. Trotzdem nervt mich diese polemische Quatschlaberei. Seit Jahrzehnten lehren uns Erziehungswissenschaftler und Führungsexperten, dass Menschen positiv ausgebildet oder geführt werden sollen. Und in der Tat sind die Erfolge in der Praxis sichtbar. Wurde ich vor 20 Jahren von meinem Ausbilder lautstark daran erinnert, dass ich der Arsch vom Dienst (AvD) bin und ich mir meine Rechte erstmal ganz hochselbst verdienen muss, so vereinbaren wir heute mit unseren Kollegen, welche sich in der Ausbildung befinden, smarte Ziele. Wir loben und ermuntern und aus meiner Sicht durchaus erfolgreich. In der Schule das gleiche Bild. Schrieb man früher in einem Halbjahr drei Fünfen, da war auch mit der mündlichen Note nichts zu holen. Heute gibt es eine pädagogische Note. Die ehrenwerte Absicht stets vorausgesetzt, kann der vom Schüler überzeugte Lehrer diesen bis zum Abitur schleifen, obwohl der Schüler selbst den Arsch kaum hochbekommt. Im Studium explodiert dieser dann evtl. doch noch zur Höchstleistung. Und im Fernsehen sieht man dann Menschen, die den Bauern als Leichenfresser beschimpfen und Parallelen zum dritten Reich ziehen. Unabhängig davon ob man dies für sich als Wahrheit empfindet, kann das Vorgehen der allgemeinen Lehre nach nicht von Erfolg gekrönt sein. Also meine Meinung: seid Vorbilder, sprecht positiv über Eure Erfahrungen und steht bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite! Und ich?

Ende der 90er hatte ich die ersten konkreten Berührungspunkte mit tierproduktfreier Ernährung. Es war stets spannend, gelegentlich sogar geheimnisvoll. Leider sind mir zuviele Menschen begegnet, deren Eifer groß war, mir zu erklären, welch Umwelt-Fleich-Arschloch ich bin, anstatt ein hervoragendes und leckeres tierproduktfreies Essen zu servieren. Mitte 2000 der nächste Versuch zumindest auf Fleisch zu verzichten. Es gab nur noch Salat und mit fettem Käse überbackenes Gemüse. Was für eine Qual. Ende 2010 der nächste Versuch. Diesmal erfolgreich. Yeah! Und es kann so einfach sein: Ich habe mir eine Liste dessen gemacht, was ich gerne esse. Angefangen bei Frikadellen mit Kartoffeln, Gemüse und Sauce Hollandaise bis hin zu Grünkohl mit Pinkel. Alles unterteilt in Vorspeisen, Hauptspeisen und Nachspeisen. Die Gerichte habe ich mit Noten bewertet und mir dann jedes Gericht angeschaut und überlegt, was ich daran so gerne mag. Z. B. esse ich total gerne Reis mit Bohnen (früher noch Hackfleisch dazu). Dann die Variante mit Fleisch gekocht und dann die Variante ohne Fleisch. Verglichen. Top! Es war nicht das Fleisch, es waren die Bohnen. Das hat ein paar Tage gedauert, aber am Ende war klar, dass ich stets das essen kann, was ich gerne esse. Und das ist bis heute immer noch nicht so sehr der Salat. Wenn man den eigenen Speiseplan anschaut, dann merkt man erst, wieviele tierproduktfreie Speisen man schon zu sich nimmt. Es ist einen Versuch wert. Ja, ich bin ein Releggie! ;-)

Montag, 2. Januar 2012

Sind Geschmacksverstärker Krafträuber?

Über die bzw. zwischen den Feiertagen gab's Geschmacksverstärker in Hülle und Fülle: Chips, Fertigsaucen (mit Klößen... lecker!), Pommes, Ketchup und sonstiges Dosen- und Fertigfutter - und dazu sogar gesüßte Getränke mit Kohlensäure. So nimmt man in 10 Tagen mal locker zwei Kilo zu. Nun gut, das neue Jahr hat begonnen, die Normalität kehrt wieder ein und das Training beginnt. Freitag, Samstag und Sonntag (30.12.11, 31.12.12 & 01.01.12) jeweils 30 - 60 Minuten Lauftraining und ich habe das Gefühl tonnenschwere Klötze hängen an meinen Beinen. Die muss ich jetzt erstmal loswerden...

Und nochmal zum Geschmacksverstärker: das Zeugs ist reines Fresspulver. Ein Mastmittel. Und es wirkt bei mir genau so, wie hier beschrieben: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/glutamat-ia.html. Also besser, man verzichtet darauf.